Blutige Gewalt in Afghanistan
Kurz notiert

Kabul.(dpa) In Afghanistan sind in den ersten sechs Monaten seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes so viele Kinder und Frauen getötet oder verletzt worden wie nie zuvor. Bis Ende Juni seien 320 getötete und 950 verletzte Kinder registriert worden, teilte die Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) am Mittwoch in Kabul mit. Das seien 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 164 getötete und 395 verletzte Frauen bedeuteten eine Zunahme von 23 Prozent in diesem Bereich. Insgesamt verzeichnete die Unama mit fast 5000 zivilen Opfern (1592 Tote und 3329 Verletzte) im ersten Halbjahr ein Anstieg um ein Prozent im Jahresvergleich.

Mutmaßlicher Terrorhelfer im Heim

Ludwigsburg.(dpa) In einer Asylbewerberunterkunft bei Stuttgart ist ein mutmaßlicher Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Der 21-jährige Marokkaner stehe unter Terrorverdacht, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt am Mittwoch mit. Nach Angaben der Ermittler war der Verdächtige unter falscher Identität als Asylbewerber im Kreis Ludwigsburg untergetaucht. Der junge Mann sei mit einem europäischen Haftbefehl spanischer Behörden gesucht worden. Ihm wird vorgeworfen, Kämpfer für den IS zu rekrutieren.

SPD-Politiker offen für Urwahl

Berlin.(dpa) Die SPD diskutiert über eine Urwahl ihres Kanzlerkandidaten. Parteivize Ralf Stegner und der Seeheimer Kreis zeigten sich am Mittwoch offen für einen Vorstoß von Juso-Chefin Johanna Uekermann. "Ein Auskungeln eines Kandidaten wie vor den letzten Wahlen macht die SPD nicht mehr mit", sagte sie der "Welt". Stegner sagte, Parteichef Sigmar Gabriel habe selbst gesagt, bei mehreren Kandidaten sei eine Entscheidung der Mitglieder gefragt. Der Sprecher des Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, räumte im "Handelsblatt" ein: "Bei mehreren ernsthaften Kandidaten kann man eine Mitgliederbefragung durchführen."
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