Blutvergießen in der Ostukraine geht weiter

Die Kämpfe in der Ostukraine haben sich nach Einschätzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erheblich verschärft. "Wir zählen immer mehr Brennpunkte", sagte der Vizechef der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine, Alexander Hug, in Wien. Die Kämpfe zwischen den Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen fänden dabei zunehmend in bewohnten Gebieten statt. Die Armee und die prorussischen Separatisten warfen sich gegenseitig mehr als 100 Verstöße gegen die vor vier Monaten beschlossene Waffenruhe vor.

Beide Konfliktparteien hätten zuletzt immer mehr Landminen gelegt, berichtete Hug. Sie verstießen zudem gegen das Minsker Abkommen vom 12. Februar, indem sie schwere Geschütze wieder im Frontgebiet in Stellung brächten, anstatt diese wie vereinbart abzuziehen. Seit Beginn der Kämpfe sind in der Ostukraine nach UN-Angaben mehr als 6400 Menschen umgekommen.
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