Braunschweiger Zeitung
Pressestimmen

Das Blatt schreibt über die Vergabe des Friedensnobelpreises unter anderem an die 17 Jahre alte Malala Youssufzai:

Dass sich Malala den Preis mit Kailash Satyarthi teilt, ist dabei nicht nur in Bezug auf den Konflikt zwischen Indien und Pakistan ein kluges Zeichen - Malala ist Muslimin, Satyarthi Hindu. Die deutsche Friedensbewegung nannte die Vergabe an die Kinderrechtler ideenlos, weil es sich nicht um Vorkämpfer für den Frieden handele. Das Gegenteil ist der Fall. Wer sollte besser langfristig Frieden sichern als die Kinder? Und das ist erst der Anfang. Malala will zurück in ihre Heimat, Politikerin werden. Hoffentlich wird sie Premierministerin.

Augsburger Allgemeine

Die Zeitung kommentiert die Wahl des Nobel-Komitees:

Die Islamisten konnten Malala Yousafzai nicht brechen. Die tapfere Schülerin kämpft weiter für ihr großes Ziel. Und, was noch bemerkenswerter ist, sie tut es ohne Hass auf die Attentäter. Deswegen ist sie eine würdige Nobelpreisträgerin, in der Tradition der Pazifistin Bertha von Suttner stehend, die 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis erhielt. Von der Entscheidung gehen kluge und positive Signale aus: für die Rechte von Mädchen und Frauen, für die Rechte aller Kinder. Sie haben Anspruch auf Bildung - weder eine menschenverachtende Ideologie noch wirtschaftliche Ausbeutung dürfen dem entgegenstehen.

Südwest Presse

Die Zeitung aus Ulm merkt zum Friedensnobelpreis an:

Kritiker werfen der norwegischen Jury schon jetzt vor, sie habe sich in diesem Jahr die Aufgabe zu leicht gemacht. Mit einem Preis an russische Oppositionelle oder etwa Edward Snowden hätte das Komitee mehr Mut bewiesen. Mag sein - aber die Welt benötigt im Moment viel mehr ein Zeichen, dass eine friedliche Koexistenz möglich ist. Dafür stehen diese beiden Preisträger. Und dafür, dass Kinder unter menschenwürdigen Bedingungen aufwachsen müssen, um eine solche Welt in Zukunft zu ermöglichen. In Oslo wurde eine gute Wahl getroffen.
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