Brexit-Debatte immer hitziger
EU-Gegner vergleicht Europa mit Hitler

London. Der Londoner Ex-Bürgermeister und Brexit-Befürworter Boris Johnson hat die Ziele der EU mit denen von Adolf Hitler verglichen - und dafür scharfe Kritik geerntet. Brüssel wolle ebenso wie einst der Nazi-Diktator Europa zu einem Superstaat einigen, meinte Johnson. "Napoleon, Hitler und andere Leute haben das versucht, und es endet (immer) tragisch", so der konservative Politiker. Zugleich griff er Deutschland frontal an. Der Euro habe etwa zur Vernichtung der italienischen Auto- und Maschinenbauindustrie geführt - "wie es von den Deutschen beabsichtigt war".

Knapp sechs Wochen vor dem historischen Brexit-Referendum ist der Kampf zwischen EU-Gegnern und -Befürwortern in Großbritannien voll entbrannt. Johnson gilt als Populist mit Hang zu Provokationen. Er ist eine Symbolfigur der EU-Austrittsbefürworter. Ihm werden Ambitionen nachgesagt, David Cameron als Premierminister zu beerben. Am 23. Juni müssen die Briten entscheiden, ob sie in der EU bleiben oder austreten wollen. Premier Cameron warnte vor den wirtschaftlichen Folgen eines Austritts.
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