Brücke über Pfreimd verändert Orstbild von Burgtreswitz
Leserbrief

Eine Brücke, die teilt

Zur neuen Pfreimdbrücke in Burgtreswitz.

In der kommenden Woche wird die neue Brücke über die Pfreimd in Burgtreswitz eröffnet. Was soll auf diesen Fest gefeiert werden? Ein Mega-Bauwerk, das das Ortsbild von Burgtreswitz für immer einschneidend verändert.

Ein Bauwerk, das die Menschen der Marktgemeinde Moosbach - speziell des Orts Burgtreswitz - spaltet wie seit dem Anschluss an die Steinwaldgruppe nicht mehr. Feiern können sich die, die in den letzten 40 Jahren erfolgreich eine Ortsumgehung von Moosbach und Burgtreswitz verhindert haben. Im September 2011 wurde in einer Dorfversammlung ein Brückenbau vorgestellt, der Fakt war. Die spätere Dorfversammlung mit der Vorstellung möglicher Ortsumgehungen war eine Farce. Es wurde ein Plan vorgestellt, als ob ein Vorschulkind Striche in die Landschaft gemalt hätte. Der Brückenbau, so wie jetzt, war von langer Hand geplant. Eine Ortsumgehung nie ein Thema.

Großspurig wurde versprochen, sich um die Sorgen und Anlieger der Durchgangsstraße zu kümmern. Nichts ist bisher geschehen. Weder eine Beschränkung für den Schwerlastverkehr noch eine Geschwindigkeitsbegrenzung. In meinen Augen haben die Bürger noch nicht recht umrissen, dass sie dieser Schwerverkehr noch mehr belasten wird als bisher. Kommt nun noch der Brückenneubau in Böhmischbruck, dann wird in dieser Zeit der Durchgangsverkehr nochmals massiv ansteigen.

Als direkter Anwohner der Durchgangsstraße fühle ich mich auf ganzer Linie übergangen und alleine gelassen. Es hätte eventuell Möglichkeiten gegeben, dem Ganzen vorzubauen: Durch Kreisverkehre, Verengung der Straßen durch Fußwege oder zumindest durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer vor dem Feuerwehrhaus oder einen Zebrastreifen im Bereich der Kirche. Auch wäre es eine Möglichkeit gewesen, das Ortsschild schon vor die Sebastianskapelle zu platzieren, um schon frühzeitig den Verkehr auf 50 Stundenkilometer zu drosseln. Ich und viele Anwohner fühlen uns schlichtweg im Stich gelassen und ungehört. Ich hoffe, dass dieser Brief nicht ungehört beleibt. Damit sollen jedoch nicht nur brave und beschwichtigende Worte gemeint sein, sondern Taten.

Hans-Josef VölklBurgtreswitz

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