Brüssel legt CO2-Sparpläne bis zum Jahr 2030 vor
„Europa macht ernst“

Brüssel. Unter dem Protest von Umweltschützern hat die EU-Kommission nationale CO2-Sparpläne für das Jahr 2030 vorgelegt. Deutschland müsste dabei im Vergleich zu 2005 insgesamt 38 Prozent an Treibhausgasen einsparen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) begrüßte die Pläne am Mittwoch: "Europa macht ernst beim Klimaschutz", erklärte sie. Umweltschützer klagten, es mangele an Ehrgeiz und es gebe zu viele Schlupflöcher.

Die Europäische Union als Ganzes hat bereits zugesagt, dass sie ihren Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) bis 2030 um mindestens 40 Prozent senken wird (im Vergleich zu 1990). Die EU-Kommission erklärte nun, wie viel jedes einzelne EU-Land dazu beitragen soll. Es geht dabei nur um Wirtschaftsbereiche, die nicht am europäischen Emissionshandel teilnehme, also zum Beispiel Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und die Abfallbranche. Auf diesen Bereich entfielen im Jahr 2014 etwa 60 Prozent des EU-Treibhausgas-Ausstoßes.

Der Deutsche Naturschutzring (DNR), eine Vereinigung von Umweltorganisationen, beklagte ebenso wie andere Organisationen, dass die EU-Kommission keine Verschärfung des europäischen Gesamtziels für das Jahr 2030 ins Spiel bringt.
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