Bundesärztekammer registriert 2014 rund 2250 Behandlungsfehler
Zweifelsfälle: Knie und Hüfte

Die Zahl der ärztlichen Behandlungsfehler ist laut Bundesärztekammer (BÄK) trotz steigender Arbeitsbelastung seit Jahren stabil. 2014 seien 2252 derartige Fehlleistungen registriert worden. In 1854 Fällen bekamen Patienten einen Anspruch auf Entschädigung, wie die BÄK am Montag in Berlin mitteilte. In 751 Fällen führten die Fehler zu einem Dauerschaden. 73 Patienten starben demnach. 2013 lag die Zahl der Behandlungsfehler bei 2243. Rund 1860 zogen einen Entschädigungsanspruch nach sich. 702 Behandlungen hatten einen Dauerschaden zur Folge. 77 Patienten starben. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 7751 Entscheidungen in Streitfällen zwischen Patienten und Arzt getroffen worden. Die häufigsten Diagnosen, die zu Vorwürfen der Fehlbehandlung führten, seien Knie- und Hüftgelenk-Arthrosen sowie Unterarmbrüche gewesen. Vor etwa einem Monat stellte der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) seine Statistik vor. Danach erkannten Gutachter in rund 3800 Fällen einen Behandlungsfehler, durch den die Patienten geschädigt worden seien. Rund 1300 Patienten erlitten einen Dauerschaden. In 155 Fällen starben die Patienten laut Kassengutachtern an den Folgen eines Fehlers oder damit einhergehender Komplikationen.
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