Bundesinnenminister De Maizière verbietet rechtsextremen Verein
Aus für „Terrorcrew“

Berlin. Neuer Schlag gegen die rechte Szene: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den rechtsextremen Verein "Weisse Wölfe Terrorcrew" verboten. Am Mittwoch durchsuchte die Polizei in Bayern und neun weiteren Bundesländern Wohnungen führender Mitglieder der Gruppe und beschlagnahmte Datenträger und Propagandamaterial. Die Polizisten fanden aber auch Waffen - wie Wurfsterne, eine Armbrust oder Kleinkaliberwaffen. Betroffen waren 15 Objekte und 16 Personen.

De Maizière sagte in Berlin, es handele sich um eine Vereinigung von Neonazis mit einem harten Kern aus 25 Personen, die offen gegen den Staat, politisch Andersdenkende, Migranten und Polizisten hetze und gewalttätige Auseinandersetzungen auf die Straße trage. Das Verbot des Vereins sei ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremisten. "Unser Staat duldet keine fremdenfeindliche Hetze und Parolen ... und schon gar keine Gewalt." Festnahmen gab es nicht.

Verfassungsschützer beobachteten die Gruppe, die von Fans der Rechtsrockband "Weisse Wölfe" gegründet wurde, seit längerem. Die Bamberger Staatsanwaltschaft hatte 2015 ein Verfahren gegen Mitglieder eingeleitet. Gegenstand seien auch geplante Anschläge auf Asylbewerberheime.
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