Bundesregierung fördert flexiblere Betreuungszeiten
Spätschicht in Kitas

Berlin. Ab sofort werden Kitas gefördert, die ihre Öffnungszeiten flexibler auf die Arbeitszeiten der Eltern abstimmen. So könnte die Regelbetreuung zwischen 8 und 16 Uhr auf bis 18 Uhr oder länger ausgeweitet werden. Auch Betreuungsangebote an Wochenenden oder in der Nacht würden mehr und mehr nachgefragt, sagten Familienministerin Manuela Schwesig und Arbeitsministerin Andrea Nahles (beide SPD) am Dienstag in Berlin. Sie stellten das mit bis zu 100 Millionen Euro geförderte Programm KitaPlus vor.

Gerade Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen seien auf erweiterten Angebote angewiesen, sagte Schwesig beim Besuch der Juwo-Kita Friedrichshain im Vivantes Klinikum. Dabei gehe es für Kitas oder Tagesmütter und -väter nicht darum, die Kinder länger zu betreuen, sondern zu anderen Zeiten. Nahles wies darauf hin, dass 9 Prozent der Erwerbstätigen auch nachts arbeiteten und 26 Prozent an Wochenenden. Darauf hätten sich Kitas nicht eingestellt.

Nach Angaben Schwesigs liegen bisher 550 Bewerbungen vor. 160 Kitas und Tagespflegepersonen könnten sofort gefördert werden. Andere müssten noch einige Voraussetzungen erfüllen. Besonders starke Nachfrage gebe es in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.
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