Bundesregierung plant Betriebsrenten-Zuschuss
Anreiz für Geringverdiener

Berlin. Mit einem neuen staatlichen Zuschuss will die Bundesregierung erreichen, dass mehr Geringverdiener mit Betriebsrenten fürs Alter vorsorgen. Es gehe um ein Zusatzangebot für Menschen mit sehr niedrigen Einkommen, sagte Finanzstaatssekretär Michael Meister der "Rheinischen Post". "Für sie soll es neben der Riester-Rente einen weiteren staatlichen Zuschuss geben."

Bereits Mitte April hatte das Ministerium von Wolfgang Schäuble (CDU) mitgeteilt, dass solche Zuschüsse überlegenswert seien. Der Vorschlag entstammt einem von Finanzressort in Auftrag gegebenen Gutachten von Würzburger Forschern. Über die Einkommensgrenze, bis zu der der Zuschuss gezahlt werden soll, werde in der Koalition noch verhandelt. Das Gutachten sieht eine Grenze von 18 000 Euro Bruttojahresgehalt vor. Die Experten rund um den Würzburger Professor Dirk Kiesewetter schlagen einen Zuschuss in Höhe der Riester-Grundzulage vor, also 154 Euro pro Jahr. Um den für Arbeitgeber vorgegebenen Mindestbetrag von 212,63 Euro zu erreichen, müssten die Arbeitgeber dann noch 58,63 Euro aus eigenen Mitteln beisteuern. Daraus ergäbe sich eine jährliche Nettorente von 396,90 Euro.
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