Bundeswehr
Kampfjets der Bundeswehr nur bedingt einsatzbereit

Berlin. Die Bundeswehr kämpft weiterhin mit erheblichen Materialmängeln. So gilt derzeit nur etwa ein Drittel der Kampfjets "Eurofighter" und "Tornado" als einsatzbereit, bei vielen Hubschrauber-Typen ist die Quote ähnlich schlecht. Das geht aus einem am Dienstag bekannt gewordenen Bericht des Verteidigungsministeriums hervor.

Darin heißt es, dass bei den Waffensystemen der Luftwaffe zumindest der jüngste Negativtrend gestoppt worden sei. Die Stabilisierung auf dem Niveau des Vorjahres sei "als Erfolg zu werten, der freilich noch nicht zufriedenstellt". Von 123 "Eurofighter" standen dem Bericht zufolge wegen Instandhaltungsmaßnahmen nur knapp zwei Drittel zur Verfügung. Von diesen verfügbaren Jets waren wiederum nur 52 Prozent einsatzbereit. Vor einem Jahr lag diese Quote noch bei 55 Prozent. Ähnlich sieht es beim Vorgängermodell "Tornado" aus: Von 93 Flugzeugen waren nur etwas mehr als zwei Drittel verfügbar, davon waren lediglich 44 Prozent einsatzbereit. Als Hauptgrund werden fehlende Ersatzteile genannt.

Trotz dieser Defizite könne die Bundeswehr alle internationalen Einsatzverpflichtungen erfüllen, versichert das Ministerium, räumt bezogen auf die Luftwaffe allerdings auch ein: "Die unbefriedigende materielle Einsatzbereitschaft einzelner Waffensysteme wirkt sich jedoch unverändert auf die Durchführung des Ausbildungs- und Übungsbetriebs aus."
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