Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu Besuch auf Kuba
Amnesty fordert Einsatz für Menschenrechte

Als junger Sozialist hatte Sigmar Gabriel ein Che-Guevara-Poster über dem Bett hängen. Bei seinem Besuch in Havanna ging der Bundeswirtschaftsminister an einem Gemälde des kubanischen Revolutionsführers Che Guevara vorbei. Bild: dpa

Havanna. Deutschland bietet dem sozialistischen Kuba eine Partnerschaft auf Augenhöhe an, falls das Castro-Regime lange versprochene Reformen umsetzt. Bei seinem Besuch auf der Karibikinsel sicherte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) der Regierung in Havanna Hilfe bei der Modernisierung des Landes zu. "Wir kommen nicht als Besserwisser nach Kuba, sondern als Partner", sagte der Vizekanzler am Donnerstag bei einem Wirtschaftsforum.

Gabriel und der kubanische Außenwirtschaftsminister Rodrigo Malmierca Díaz unterzeichneten eine Vereinbarung zur Eröffnung eines Handelsbüros der deutschen Wirtschaft in Havanna. Vor allem für spezialisierte Mittelständler ist Kuba interessant - etwa bei Energie, Abwasser, Dienstleistungen, Touristik oder Nahrungsmitteln.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Gabriel aufgefordert, auf die Einhaltung der Menschenrechte zu pochen. Die Sprecherin der Kuba-Koordinationsgruppe von Amnesty, Gabriele Stein, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Freilassung politisch Verfolgter Anfang 2015 sei ein erster wichtiger Schritt zur Verbesserung der Menschenrechtssituation gewesen. Seinerzeit hatte Kuba auf Bitten der USA mehr als 50 Gefangene auf freien Fuß gesetzt.
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