Corriere della Sera
Pressestimmen

Zur Auseinandersetzung mit dem Islamismus kommentiert die Mailänder Tageszeitung:

Wir glaubten, dass die Geschichte in Richtung Säkularisierung voranschreitet. Stattdessen präsentiert sich uns die moderne Welt voll von einem religiösen Bewusstsein, das wir nicht mehr in der Lage zu verstehen sind ... Es wäre jetzt an der Zeit, Klartext zu sprechen. Stattdessen suchen die kulturellen Eliten unbeholfen innerhalb unserer eigenen Zivilisation nach guten Gründen, weshalb man auf uns schießt. Und für den islamistischen Terrorismus geben sie dem Westen die Schuld, dem Kapitalismus, der Konsumgesellschaft, der Ungleichheit, den Elendsvierteln, der Armut.

de Volkskrant

Zur Debatte um die Beteiligung an Luftangriffen gegen die Terrororganisation IS in Syrien meint die niederländische Zeitung:

Die Angriffe in Paris waren eine klare Kriegshandlung, die ausgeführt wurde von einer nicht-staatlichen Gruppierung. Frankreich hat Bündnispartner und andere zum Beistand im Kampf gegen den IS aufgerufen. London und Berlin sind bereits in Aktion getreten - jeder gemäß seinem militärischen Niveau. Den Haag muss das ebenfalls tun.Wegen der Bündnissolidarität, weil unsere Sicherheit in Gefahr ist und auch aus militärisch-praktischen Erwägungen, denn der IS operiert über die Grenze zwischen dem Irak und Syrien hinweg.

NZZ am Sonntag

Die Schweizer Sonntagszeitung blickt nach Polen:

Der neue starke Mann, Jaroslaw Kaczynski, wechselte fünf missliebige Verfassungsrichter gegen ihm genehmes neues Personal aus. Ein solch dreistes Vorgehen ist ein Alarmsignal für die ganze EU. Dass ausgerechnet Polen das Rad zurückdreht, dafür lassen sich drei Faktoren nennen: Erstens mag die Flüchtlingswelle eine Rolle spielen. Zweitens gibt es viel Enttäuschung über das hilflose Krisenmanagement der einst bejubelten EU. Schließlich ist das Wohlstandsgefälle gegenüber der Kern-EU immer noch groß. All das beflügelt den Nationalismus. Doch nichts davon rechtfertigt den Rückfall in autokratische Politik.
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