CSU-Bezirksparteitag: Albert Füracker neuer Bezirksvorsitzender [Aktualisiert]
99 Prozent Zustimmung

Die neue Spitze des CSU-Bezirksverbands: Vize Markus Sackmann, Schatzmeister Dr. Benjamin Zeitler, Vize Sylvia Stierstorfer, Schatzmeisterin Barbara Haimerl, Bezirksvorsitzender Albert Füracker, Schriftführerin Dr. Astrid Freudenstein, Vize Andreas Meier und Schriftführer Thoma Ebeling (von links). Bilder (2): Götz
Regensburg/Barbing. (cf) Generationswechsel bei den Christsozialen: Mit 99 Prozent der Delegiertenstimmen im Rücken, tritt Finanzstaatssekretär Albert Füracker (47) als CSU-Bezirkschef die Nachfolge von Emilia Müller (63) an. Sie stand sieben Jahre an der Spitze des mit knapp
20.000 Mitgliedern zweitgrößten CSU-Bezirksverbands in Bayern.

Emilia Müller bekam ebenso wie ihr Nachfolger Albert Füracker stehenden Applaus. Der gebürtige Parsberger (verheiratet, vier Kinder) versprach „vollen Einsatz für die gesamte Oberpfalz“. Sowohl Füracker als auch Müller appellierten an die Geschlossenheit und den Zusammenhalt.

Ein „neues Miteinander“ beschwor beim CSU-Parteitag am Samstag in Barbing auch der Gastgeber im Landkreis Regensburg, Kreisvorsitzender Peter Aumer. Der Bezirksverband habe eine „dienende Funktion“ gegenüber den Kreisverbänden. Bei den Stellvertretern erzielte auf Anhieb der Landrat von Neustadt/WN, Andreas Meier, mit 93,47 Prozent das beste Ergebnis. Meier folgt auf Simon Wittmann, der nach 40 Jahren aus dem Bezirksvorstand ausschied.

Eine bewegende Bestätigung erfuhr der schwerstkranke Markus Sackmann mit 91,46 Prozent. „Du hast eine unwahrscheinliche Kraft, wir beten für dich“, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer und attestierte ihm einen „Helden-Kampf“.

Wiedergewählt wurden die Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach (90,95 Prozent) und Sylvia Stierstorfer aus Regensburg (82,41 Prozent). Wegen der Belastungen durch die Asyl-Thematik als Sozialministerin hatte Müller den Bezirksvorsitz
„schweren Herzens“ aufgegeben. Sie scheide mit einem „sehr guten Gefühl“. Der Bezirksverband stehe finanziell und strukturell gut da. „Wir brauchen Emilia in ihrer anderen Funktion (als Ministerin) noch sehr lange“, betonte Finanzstaatssekretär Füracker in Gegenwart von Seehofer. Der ließ sich nicht lange bitten: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr“ (im Kabinett).

Füracker interpretierte die Wahlergebnisse als einen Ausdruck von „großer Einmütigkeit“. Er brauche keine neue Vision Oberpfalz, „als Politiker wird man daran gemessen, wie man Probleme löst“. Er kündigte an, die Handlungsfähigkeit der Kommunen über das Landes-Entwicklungsprogramm
weiter zu stärken.

Der neue CSU-Bezirkschef gab zu seinem Einstieg gleich ein konkretes Versprechen: „Wenn die Stromtrasse in die Oberpfalz kommt, dann in die Erde.“ Die Erdverkabelung werde noch Ende des Jahres Bundesgesetz.
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