Das Flugabwehrsystem Buk

Das Flugabwehrraketensystem Buk ("Buche") wurde in der sowjetischen Armee 1979 eingeführt. In unterschiedlichen Varianten befindet es sich in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion bis heute im Einsatz. Eine komplette Einheit besteht aus Kommandofahrzeug, Suchradar und mehreren Raketenfahrzeugen. Letztere verfügen über Leitradare und können begrenzt unabhängig agieren. Die Bedienung des Systems gilt als schwierig, eine mehrmonatige intensive Ausbildung als Minimum, um das Kriegsgerät zu beherrschen. "Das ist kein System, das man so ohne weiteres gleich benutzen kann", sagte Douglas Barrie vom Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS) in London.

Der für den Abschuss der malaysischen Boeing MH17 infrage kommende Typ M1 zerstört Ziele in einer Höhe von bis zu 22 Kilometern und ist innerhalb von 5 Minuten feuerbereit. Die Raketen explodieren in mehreren Metern Entfernung vor dem anvisierten Ziel. Die dabei entstehenden Splitter durchlöchern die Außenhaut des Flugzeugs, was zum Absturz führt. Die ukrainische Armee hatte dem Londoner Internationalen Institut für Strategische Studien zufolge 2014 mehr als 60 Systeme des Typs Buk-M1. Auch prorussische Rebellen in der Ostukraine sollen Buk-Raketen besitzen oder besessen haben. (dpa)
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