Debatte über Regeln für Arbeitszeit
Arbeitgeber fordern mehr Flexibilität

Berlin. Die deutschen Arbeitgeber fordern mehr Flexibilität bei den gesetzlichen Regeln zur Arbeitszeit. "Es sollte zum Beispiel möglich sein, auch einmal über zehn Stunden hinaus zu arbeiten und den Ausgleich hierfür an anderen Tagen zu nehmen", sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer in Berlin. Dies wolle man bei einem Dialog zum Thema einbringen, den Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) angekündigt hatte. Die Ankündigung der Koalition, ein Recht zur Rückkehr von einer Teil- in eine Vollzeitstelle schaffen zu wollen, kritisierte Kramer heftig. Die betrieblichen Möglichkeiten könnten nur jeweils individuell geregelt werden, sagte er. Das Arbeitszeitgesetz müsse mehr Raum für tarifliche und betriebliche Regelungen lassen. "Mindestens genauso wichtig ist, dass der Gesetzgeber nicht noch mehr als bislang in betriebliche Arbeitszeitgestaltungen hineinregiert."

Der Deutsche Gewerkschaftsbund erklärte, mehr Flexibilität dürfe nicht einseitig zulasten der Beschäftigten gehen. "Mehr Selbstbestimmung, größere Freiräume ja - aber dafür brauchen wir klare Regeln und einen Schutzrahmen", forderte Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.
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