Demonstranten hoffen auf Deutschland

Inmitten der Wolkenkratzer von Hongkong prägen die Proteste wieder das Straßenbild. Zuvor waren Gespräche mit der Regierung geplatzt. Bild: dpa
Während des Deutschlandbesuchs von Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat sich die Situation in Hongkong zugespitzt. Nachdem die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone Gespräche mit Protestierenden abgesagt hatte, gingen am Freitag Tausende Demonstranten auf die Straßen. Studentenführer Joshua appellierte an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Nur wenn Deutschland, Europa und die ganze Welt Druck auf China machen und für uns Solidarität zeigen, haben unsere Proteste eine Chance", sagte er der "Bild"-Zeitung.

"In einer schwierigen Lage der Weltwirtschaft, die wir im Augenblick sehen, ist es ein Zeichen von Stabilität, dass sich die deutsch-chinesische Zusammenarbeit sehr gut entwickelt", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Berlin. An Rande der dritten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen wurden Wirtschaftsvereinbarungen mit einem Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro unterzeichnet. Merkel sagte, sie hoffe, dass die Demonstrationen in Hongkong friedlich blieben. Li verwahrte sich gegen eine Einmischung des Auslands. (Seite 17)
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