Der Standard
Pressestimmen

Zur umstrittenen Holocaust-Äußerung des israelischen Ministerpräsidenten meint die Wiener Zeitung:

Der Mufti (religiöser Führer) war ein ganz übler Antisemit und Initiator von Judenpogromen in Palästina. Er traf auch tatsächlich mit Hitler in Berlin zusammen - am 28. November 1941. Zu diesem Zeitpunkt waren aber Massenerschießungen von Juden in der Sowjetunion seit Monaten im Gange. Die "Einsatzgruppen" hatten bereits mehrere hunderttausend Juden, auch Frauen und Kinder, ermordet. Die "erste Welle" des Holocaust war angelaufen. Dazu brauchte Hitler keinen Mufti von Jerusalem. Das ist wissenschaftlich x-fach belegt. ... Dass ein Netanjahu die Verantwortung dafür quasi den Palästinensern zuschieben will, ist bei aller Erbitterung mit politischen Maßstäben nicht mehr zu messen.

Schwäbische Zeitung

Die Zeitung schreibt zur Idee einer Doppelspitze bei der SPD:

Die Grünen haben sie, die Linken haben sie, und zu einer lebendigen und diskussionsfreudigen Partei wie der SPD passen Doppelspitzen ebenfalls gut. Sie machen aber das Leben nicht unbedingt leichter. Sinn machen Doppelspitzen gerade dann, wenn das Spitzenduo für unterschiedliche Richtungen und Inhalte steht. Genau das sorgt dann für Reibung. Im letzten Jahr konnte man das bei den Grünen Cem Özdemir und Simone Peter gut verfolgen.

Rheinpfalz

Die Tageszeitung aus Ludwigshafen merkt zum selben Thema an:

Mag sein, dass in einem Ortsverein eine solche Arbeitsteilung sinnvoll ist, wenn die Vorsitzenden berufstätig sind, aber dennoch den Anspruch haben, ihre Führungsfunktion auszufüllen. Aber ein Duo im Willy-Brandt-Haus? Man mag es sich nicht vorstellen. Dass Sigmar Gabriel die Doppelspitze befürwortet - nun ja, was wäre los in der SPD, würde er sie ablehnen? Sein Eintreten für das Führungsduo ist aber weder mutig noch generös, wenn man das Kleingedruckte liest. Und dort steht, dass er gegen einen Automatismus bei der Doppelspitze ist. Das Ganze soll auf Freiwilligkeit beruhen.
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