Der Standard
Pressestimmen

Zum Syrien-Treffen schreibt die Wiener Zeitung:

Allein das Format des Wiener Treffens - mit 17 Außenministern, der EU-Chefdiplomatin und dem Syrien-Sondergesandten der Uno - war das einer "Start-up"-Konferenz: ein breit angelegtes internationales Bekenntnis, dass es in Syrien nicht so weitergehen kann. Das ist nicht viel, wenngleich besser als gar nichts. Aber die eigentliche Arbeit beginnt danach. Und da könnte es gleich wieder aus sein, wenn klar wird, wie sehr die Positionen zu den Fragen auseinanderklaffen, wann Assad gehen soll, ob er noch einmal bei Wahlen antreten kann und wie überhaupt ein politischer Übergang in Syrien aufgesetzt werden soll. Wobei sich immerhin alle Teilnehmer einig sind, dass es so etwas geben muss. Und wenn man sich die jüngsten Äußerungen von US-Außenminister John Kerry ansieht, dann kommt man zum Schluss, dass genau an diesen kleinen Überschneidungen von Interessen und Meinungen angesetzt werden soll.

Neue Zürcher

Die Zeitung meint zu den Wahlen, die nach einem Beschluss des Syrien-Treffens in dem Bürgerkriegsland stattfinden sollen:

Wie viel solche "Wahlen" wert sind, hat der Diktator im vergangenen Jahr gezeigt, als er einen völlig manipulierten Urnengang veranstaltete. Wenn jemand in den jüngsten Entwicklungen einen Hoffnungsschimmer erkennen kann, dann sicher Assad. Frieden kann es mit Assad jedoch nicht geben ...

La Stampa

Zum Absturz des russischen Verkehrsflugzeuges über dem Sinai schreibt die Turiner Tageszeitung:

Die Luftkatastrophe über dem Sinai hat noch keine technische Erklärung, und das reicht aus, dass das Gespenst des dschihadistischen Terrorismus um den Tod der 224 Passagiere des in Scharm el Scheich Richtung Sankt Petersburg gestarteten Fluges weht. ... Die Zweifel bringen Lufthansa und Air France dazu, ihre Flüge über dem Sinai auszusetzen, einer sogar in den Lüften hochgefährliche Wüste."
Weitere Beiträge zu den Themen: Politik (7296)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.