Der Tagesspiegel
Pressestimmen

Die Zeitung aus Berlin schreibt zum Besuch von Papst Franziskus in der Türkei:

Der Papst ignorierte Erdogans Spitzen und setzte seine eigenen kleinen Zeichen. So ließ er die für ihn vorgesehene schwarze Limousine stehen, fuhr im silbernen Mittelklassewagen - und fiel dadurch umso mehr auf zwischen all den gleich aussehenden Staatskarossen. Gerade durch sein bescheidenes Auftreten und den versöhnlichen Ton ließ er Erdogans aggressive Großsprecherei kleinlich, beleidigt und schlecht gelaunt wirken. Dem vermeintlich Großen und Mächtigen setzte er die subversive Kraft des Kleinen und Leisen entgegen. Im Kampf gegen religiösen Terror hilft das alleine nicht. Das weiß auch Franziskus. Aber gegen Erdogans Kraftmeierei war es ein wirksames Mittel.

Der Standard

Zum Besuch des Papstes merkt das Blatt aus Wien an:

Armenpapst trifft auf Protzpräsident, Toleranzprediger auf den Populisten, Harmoniemensch auf den Ausgrenzer: Papst Franziskus und Tayyip Erdogan sind ein denkbar ungleiches Paar, und dass ausgerechnet der Mann aus Argentinien mit dem Bescheidenheitsimage der erste Staatsgast im riesigen, neuen Palast des türkischen Präsidenten wurde, ist eine Ironie. ... Franziskus spricht andererseits Themen an, die Erdogan wichtig und die weit auslegbar sind: Anerkennung für die Hilfe, die Ankara den Flüchtlingen aus Syrien gibt; und ein Aufruf an den Westen, mehr für den Nahostfrieden zu tun.

Sächsische Zeitung

Die Zeitung aus Dresden kommentiert die Einigung bei der Flüchtlingshilfe:

Das beste am Bund-Länder-Kompromiss zur Flüchtlingshilfe der Kommunen ist, dass er rasch zustande kam. Dadurch wurde die Blockade notwendiger gesetzlicher Änderungen im Bundesrat verhindert. Asylbewerber erhalten jetzt etwa einfacheren Zugang zu medizinischer Versorgung, Flüchtlinge ein menschenwürdiges Existenzminimum, wie es sich für zivilisierte Gesellschaften gehört.
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