Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds setzt sich Schwerpunkt
Gegen Fremdenhass

Prag. Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds will im nächsten Jahr besonders gegen Fremdenhass und für eine offene Gesellschaft kämpfen. "Es ist an jedem Einzelnen von uns, aktiv zu werden", sagte Geschäftsführer Tomás Jelinek am Dienstag in Prag. Die unterschiedlichen Ansätze beider Länder in der Flüchtlingskrise hätten zu viel gegenseitigem Unverständnis geführt. Daher sei der persönliche Austausch zwischen den Bürgern umso mehr gefragt.

In einer repräsentative Umfrage im Auftrag der Organisation äußerten 80 Prozent der befragten Tschechen Unverständnis über die deutsche Flüchtlingspolitik. Zugleich fühlten sich knapp 60 Prozent nicht ausreichend über die Situation im Nachbarland informiert. Tschechien ist für eine eher restriktive Asylpolitik bekannt.

Das Jahresthema 2016 heißt offiziell "Aktives Bürgersein vor neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts". Gefördert werden sollen etwa Initiativen zur politischen Bildung wie Schulmaterialien zu Migration und Flucht. Projekte können online eingereicht werden.
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