Deutscher General will Afghanistan-Einsatz ausweiten
Mehr Einsatz gefordert

Der deutsche Nato-Kommandeur Hans-Lothar Domröse ist angesichts der schwierigen Sicherheitslage in Afghanistan dafür, den Bündniseinsatz am Hindukusch wieder auszuweiten. Die Politik müsse über das Thema Unterstützungsleistungen noch einmal reden, forderte der Vier-Sterne-General am Rande einer Übung in Saragossa.

In Berlin stieß der Vorstoß am Mittwoch nicht auf ungeteilte Zustimmung. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, Entscheidungen über die Zukunft des Afghanistan-Einsatzes sollten bei einem nächsten Außenministertreffen Anfang Dezember fallen. Domröse hatte zuvor als Optionen die Möglichkeit von Luftangriffen gegen die radikal-islamischen Taliban sowie die Weitergabe von Aufklärungsbildern genannt. Beides ist mit dem derzeitigen Nato-Mandat nicht möglich. "Das ist auch eine Moralfrage", sagte Domröse angesichts der noch immer angespannten Sicherheitslage. Eine "robuste Beratung" müsse möglich sein.

"Wir werden nicht in eine neue Kampf-Operation gehen", machte Stoltenberg klar. Gleichzeitig ließ er offen, ob eine Ausweitung des bestehenden Ausbildungseinsatzes eine Option ist. Die Nato ist noch mit mehr als 13 000 Soldaten am Hindukusch, 850 davon aus Deutschland.
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