"Deutschlandtrend": Merkel muss Federn lassen, Seehofer gewinnt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verliert angesichts der Flüchtlingskrise weiter an Zustimmung in der Bevölkerung. Zudem rutscht die Union nach dem jüngsten ARD-"Deutschlandtrend" nochmals deutlich ab. Mit der Arbeit der Kanzlerin sind demnach nur noch 49 Prozent der Befragten zufrieden - 5 Prozentpunkte weniger als im Oktober und ganze 26 Punkte weniger als im April. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer legt im Vergleich zum Vormonat hingegen nochmals um 6 Punkte auf 45 Prozent zu. In der Sonntagsfrage verliert die Union 3 Punkte und kommt nunmehr auf 37 Prozent. In den letzten beiden Monaten hat sie damit im "Deutschlandtrend" insgesamt 5 Prozentpunkte verloren. Die Sozialdemokraten erreichen im Vergleich zum Oktober unverändert 24 Prozent, die Grünen 11 Prozent (+1), die Linke 9 und die FDP 5 Prozent (beide unverändert). Die AfD kann sich demnach um zwei Punkte auf acht Prozent verbessern. Die Zustimmung zur Asyl- und Flüchtlingspolitik von Merkel und Seehofer ist der Umfrage zufolge gleich groß: 39 Prozent der Befragten äußern sich zufrieden mit dem Kurs Merkels, genauso viele stimmten der Linie Seehofers zu. Zugleich äußerten sich aber 60 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden mit der Flüchtlingspolitik Merkels. Bei Seehofer beträgt dieser Wert 56 Prozent. (dpa)
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