DGB fordert zur Bundestagswahl große Reform
Kampagne für höhere Rente

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Politik zur Bundestagswahl zu einer Neuausrichtung für höhere Renten in Zukunft aus. "Unsere zentrale Forderung für den Kurswechsel in der Rentenpolitik ist eine Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann zum Start einer groß angelegten Kampagne am Dienstag in Berlin.

Langfristig müsse das Sicherungsniveau der Rente sogar wieder erhöht werden. "Denn wenn wir nichts ändern, werden 2040 oder 2050 Millionen der heute noch jungen Menschen von sozialem Abstieg oder gar Altersarmut betroffen sein." Dafür müsse der Beitragssatz "maßvoll" und "in kleinen Schritten" von heute 18,7 auf 22 Prozent angehoben werden. Alle versicherungsfremden Leistungen müssten voll aus Steuermitteln erstattet werden, allen voran die rund sieben Milliarden Euro jährlich für die Mütterrente.

Die Arbeitgeber warnten vor einer Abkehr der Rentendämpfungs-Gesetze wie etwa der umstrittenen Agenda 2010. "An den richtigen rentenpolitischen Grundsatzentscheidungen zum Rentenniveau, zum Beitragssatz und zur Altersgrenze müsse mit Blick auf die Generationengerechtigkeit festgehalten werden", sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. "Die Gewerkschaften schüren unnötig Ängste."
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