Die BVB-Aktie galt lange als Papier nur für Spekulanten und wahre Fans
Mythos vom „Zockerpapier“

Die Aktie des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund litt kaum.

Frankfurt/Dortmund. Der BVB ist der einzige deutsche Fußballverein, der den Gang aufs Börsenparkett gewagt hat. Seit dem Handelsstart im Jahr 2000 hat der Aktienkurs abenteuerliche Bewegungen hinter sich.

Warum ging der BVB als einziger Bundesliga-Verein an die Börse und was hat es ihm gebracht?

Der Verein wollte international vorne mitspielen. "Der BVB ist nun einer der wohlhabendsten Sportvereine der Welt", sagte der damalige Vereinspräsident Gerd Niebaum zum Börsenstart. Umgerechnet rund 140 Millionen Euro spülte der Verkauf von Aktien in die klamme Vereinskasse. Das Geld wurde in teure Spieler gesteckt, doch die Erfolge blieben aus. 2005 stand der Verein kurz vor der Pleite. Seitdem gilt der BVB in Sachen Börse als abschreckendes Beispiel für andere Vereine.

Wie hat sich der Aktienkurs seitdem entwickelt?

Verkauft hatte der BVB die Aktie für 11 Euro das Stück, doch gleich nach dem Börsenstart ging es bergab. Mitte 2009 war das Papier nicht einmal mehr 1 Euro wert. "Unter Trainer Jürgen Klopp ist der Erfolg wiedergekommen, das hat natürlich die Attraktivität der Aktie verbessert", sagt Marcus Silbe von der Investmentbank Oddo Seydler. "Die Wachstumsaussichten des BVB waren nie besser als jetzt", sagte er. Das spiegelt sich auch im Kurs wider: Zuletzt kostete ein Papier wieder gut 5,50 Euro.

Stürzte die Aktie nach dem Anschlag ab ?

Nur kurzzeitig und nicht besonders stark. Das Papier ging am ersten Handelstag nach dem Anschlag sogar mit einem Gewinn von 1,7 Prozent aus dem maßgeblichen Xetra-Handel. Ob der Verdächtige wirklich Geld gewonnen hat, ist derzeit unklar.
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