Die möglichen Kandidaten für das Präsidentenamt
Nachfolger gesucht

Berlin. Für die Parteien, allen voran Union und SPD, beginnt die schwierige Suche nach einem neuen Staatsoberhaupt. Eine kleine Auswahl möglicher Nachfolger:

Norbert Lammert (67): Seit elf Jahren ist der CDU-Mann Präsident des Bundestages. Er gilt als wortmächtig und intellektuell gewandt. Auch bei den Grünen genießt er Sympathien. In der SPD ist er nicht unumstritten.

Wolfgang Schäuble (73): Der erfahrenste Mann in Merkels-Kabinett könnte den Job, da sind sich (fast) alle einig. Aber würde er überhaupt wollen? Vor zwölf Jahren verhinderte Merkel den Aufstieg des Rivalen ins höchste Staatsamt. Schäuble macht derzeit den Eindruck, dass er sich als Finanzminister pudelwohl fühlt.

Ursula von der Leyen (57): Ihr Name fällt immer, wenn es um Spitzenämter geht. Schon 2010 war die heutige Verteidigungsministerin im Gespräch. Sie ist in der CDU umstritten, mit ihrem Machtinstinkt und ihrer medialen Präsenz können es aber nur wenige aufnehmen.

Frank-Walter Steinmeier (60): Beinahe der natürliche Kandidat. Beliebt bei den Bürgern, angesehen über Parteigrenzen hinweg, diplomatisch erfahren. Merkel käme aber in der Union in arge Erklärungsnöte, wenn sie der SPD den Bundespräsidentenposten zugestehen würde. Offen ist, was Steinmeier selbst denkt.

Andreas Vosskuhle (52): Der Präsident des Verfassungsgerichts war 2012 Merkels Favorit. Damals lehnte er als schwarz-gelber Kandidat ab - mit Hinweis auf sein Amt in Karlsruhe. Das bekam er mit SPD-Ticket.

Gerda Hasselfeldt (65): Die Chefin der CSU-Landesgruppe gilt als kompetent und integer. Allerdings hat die Ex-Bauministerin aus Straubing gerade erst erklärt, bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr antreten zu wollen.
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