Die Presse
Pressestimmen

Die Wiener Zeitung kommentiert den Sieg Andrzej Dudas bei der Präsidentenwahl in Polen:

Der Staatschef ist zwar in Polen mehr als ein Grüßaugust, die Politik wird aber primär von der Regierung gemacht. Und ein Erdrutschsieg war es ja auch nicht. Nein, Polens Wähler haben einer als selbstherrlich empfundenen Politelite eine Lektion in Demokratie erteilt. Eine Wahl besteht ja in unseren Breiten schon darin, dass der Sieger nicht vorab feststeht. Doch diesen Eindruck hatte Bronislaw Komorowski, dem die Polen die Wiederwahl verweigerten, erweckt und den Wahlkampf lange gleich ganz verweigert - nach dem Motto "Wen sollten die Polen schon groß wählen, wenn nicht mich?".

Nesawissimaja

Über die Präsidentenwahl in Polen schreibt das russische Blatt:

Präsident Duda wird keine Annäherung an Russland suchen, denn nicht jeder Euroskeptiker ist automatisch ein Verbündeter Moskaus. Die Wahl der Polen gibt Russland keine Hoffnung. Duda ist ein eifriger Verfechter der Sanktionen gegen Russland. Er hält sie für ein Instrument, um Moskau zu normalen Beziehungen zu zwingen. Doch die Figur des polnischen Präsidenten ist nicht überzubewerten. Die Wirtschafts- und die Außenpolitik bestimmen die Regierungschefin und ihr Kabinett.

Guardian

Die britische Zeitung kommentiert den Vormarsch der IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak:

Die Islamisten können die Wüste durchqueren und Menschen ermorden, sie können gefährliche junge Männer aus aller Welt anlocken und sich mit gestohlenem Erdöl und dem Verkauf von Antiquitäten finanzieren, doch letztendlich zerstört der IS die wirtschaftliche und soziale Grundlage der Gemeinden, die er beherrschen will. Der IS kann trotz seines Namens keinen Staat aufbauen. Früher oder später wird das Pendel umschlagen.
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