Die Zeit
Pressestimmen

Die Wochenzeitung aus Hamburg schreibt über die Lage nach den Masern-Ausbrüchen:

Der Staat muss die Menschen jetzt verpflichten. Am besten auf sanftem Wege: Keine Impfung - kein Kindergartenbesuch, das wäre ein erster, wichtiger Schritt. Denn im Kindergarten sind die Kinder im besten Impfalter - und hier haben sie engen Kontakt zu anderen Kindern. Eine Zwangsmaßnahme? Nein, ein Gesellschaftsvertrag. Wer die Vorzüge eine Kinderbetreuung in Anspruch nehmen will, darf nicht die Gesundheit vieler fahrlässig gefährden. Man kann nicht von jedem verlangen, dass er um die Gefährlichkeit der Masern weiß. Aber so wird diese Bedeutung erfahrbar.

Jyllands-Posten

Die dänische Tageszeitung meint zum Masern-Schutz:

Eine Epidemie in Berlin mit vorläufig einem Todesfall hat die Debatte über eine obligatorische Impfung sämtlicher Neugeborenen - also eine entschiedene Zwangsmaßnahme vor dem Hintergrund, dass der Widerstand von Eltern andere Menschen in Gefahr bringt - wieder aufleben lassen. Sowohl Politiker als auch medizinische Experten in Deutschland haben dafür argumentiert. ... Der Gedanke an ein verpflichtendes Impfprogramm ist verlockend, brächte aber nur einen noch größeren Widerstand mit sich - und würde den Verdacht einer finsteren Allianz zwischen Ärzten und Medizinindustrie nähren. Deshalb gibt es keinen Weg drumherum: Noch mehr Aufklärung muss her.

Die Presse

Das Blatt aus Wien kommentiert die Athener Reformliste:

Tsipras droht gleichzeitig Vertrauen sowohl bei der eigenen Bevölkerung als auch bei den Geldgebern zu verlieren. Bei den einen, weil er finanziell gefesselt bleibt und einige seiner Wahlversprechungen nicht erfüllen kann. Bei den anderen, weil er mit ständigen Verzögerungen und unkonkreten Zusagen an Glaubwürdigkeit einbüßt. Das ist keine gute Basis für schwer durchsetzbare Reformen ... und auch keine gute Basis für eine weitere Solidarität der Europartner.
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