Doch kein Schummel-Vorwurf gegen von der Leyen
Stanford rudert zurück

Die US-Universität Stanford hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) von dem Vorwurf entlastet, sie habe ihren Lebenslauf geschönt. Das Verteidigungsministerium verbreitete am Montag ein Schreiben, in dem sich eine Vizepräsidentin der renommierten Hochschule betroffen über "übertriebene und falsche Medienberichte" vom Wochenende zeigt.

Es geht um den Lebenslauf, den von der Leyen auf der Homepage ihres Ministeriums veröffentlicht hat. Darin gibt die Medizinerin an, 1993 Gasthörerin an der kalifornischen Elite-Uni gewesen zu sein und 1995 eine Marktanalyse für die Krankenhausverwaltung erstellt zu haben. Die "Welt am Sonntag" hatte unter Berufung auf eine Stanford-Sprecherin berichtet, die belegten Aktivitäten reichten nicht aus, um den Namen der Elite-Universität im akademischen Lebenslauf anzugeben.

"Der Name der Universität Stanford wurde im vorliegenden Fall nicht missbräuchlich verwendet", heißt es nun in dem Schreiben der Universität. "Sollte es zu dieser Berichterstattung aufgrund von missverständlicher Kommunikation gekommen sein, bedauern wir dies."

Das Verteidigungsministerium will nun auch den Presserat bitten, den Vorgang zu prüfen. Die Medizinische Hochschule Hannover überprüft derzeit die Doktorarbeit Ursula von der Leyens, nachdem ihr Plagiatsjäger Regelverstöße vorgeworfen hatten. Wann dazu ein Ergebnis vorliegt, ist noch offen.
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