Donald Trump kritisiert deutsche Flüchtlingspolitik und Hillary Clinton
"Angela Merkel Amerikas"

Youngstown/Berlin. Der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat die deutsche Flüchtlingspolitik als abschreckendes Beispiel bezeichnet und seine Rivalin Hillary Clinton mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verglichen. "Hillary Clinton will Amerikas Angela Merkel werden, und ihr wisst, was für eine Katastrophe diese massive Einwanderung für Deutschland und die Menschen Deutschlands ist", sagte der Republikaner am Montag während einer Wahlkampfrede in Youngstown (Ohio). "Die Kriminalität ist auf ein Niveau gestiegen, das niemand geglaubt hat, je zu sehen."

Merkel wollte sich am Dienstag nicht dazu äußern. Das Bundespresseamt verwies auf die Sommerpressekonferenz der Kanzlerin, in der sie am 28. Juli deutlich gemacht hatte, dass sie sich aus dem Wahlkampf ums Weiße Haus heraushalten will. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte Trump dagegen Anfang August als "Hassprediger" bezeichnet. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts ergänzte später, der Minister sei der Meinung, dass einem "echt bange" um die Entwicklung dieser Welt im Fall eines Wahlsiegs Trumps werden müsse.

Die Kriminalität in Deutschland hat 2015 zugenommen. Registriert wurden rund 6,3 Millionen Straftaten (2014: rund 6,1 Millionen). Durch die Flüchtlingskrise gab es 2015 allerdings sehr viele Verstöße gegen das Ausländerrecht. Rechnet man diese Fälle heraus, lag die Kriminalität etwa auf dem Niveau der Vorjahre.
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