Donald Trump vs. Hillay Clinton
Duell drei, Ring frei

Las Vegas. Dritte Runde des Duells Donald Trump gegen Hillary Clinton. Man kann TV-Auseinandersetzungen nicht wirklich gewinnen, man darf sie nur nicht verlieren - diese ungeschriebene Regel gilt auch für das letzte Aufeinandertreffen in Las Vegas. Was ist von diesen neuen 90 Minuten zu erwarten? Die Situation könnte kaum aufgeheizter sein.

Wie ist die Lage vor Duell Nummer drei?

Man kann es kaum anders bezeichnen: Im Angesicht einer drohenden Niederlage schlägt Trump wie wild um sich. Alle maßgeblichen Umfragen sehen Clinton vorne, landesweit zwischen vier und sogar zehn Punkten, in vielen besonders umkämpften Staaten ebenso. Niederlagen kann Trump nicht ertragen. Denn: "Donald Trump verliert nie."

Welche Strategie wird Trump verfolgen?

Schwer angeschlagen von Vorwürfen sexueller Belästigung und mehr als schlüpfrigen Kommentaren, ist Trump schier außer Rand und Band. Statt in einer Wahl zu kandidieren, die eh manipuliert sei, gehöre seine Konkurrentin angeklagt und ins Gefängnis. Es ist gut möglich, dass Trump seiner neu an den Tag gelegten Brutalität und Aggressivität auch in Debatte drei folgen wird. Vielleicht bringt er auch alte Vorwürfe gegen Bill Clinton zur Sprache, um seiner Konkurrentin zu schaden.

Wie ernst ist das Thema Wahlbetrug zu nehmen?

Sehr, weil die Konsequenzen erheblich sein können. Trump fährt eine heftige Kampagne, in der er eine mögliche Niederlage einer Verschwörung gegen ihn zuschreibt. Internationale Kräfte, die Medien, ein System Clinton und anderes seien schuld. Das ist brandgefährlich. Trump macht eine demokratische Wahl illegitim, und er vertieft die Spaltung eines von diesem Wahlkampf bereits zermürbten Landes.

Geht Trumps Strategie auf?

Ja, glaubt man ersten Umfragen. In einer Politico-Umfrage halten es satte 41 Prozent für möglich, dass Trump die Wahl gestohlen werde. Bei den republikanischen Wählern hält sogar eine Mehrheit von 73 Prozent Wahlbetrug in großem Stil für möglich.

Welche Bedeutung hat die dritte Debatte insgesamt?

Das ist nicht ganz klar. Der Wahlkampf ist zurzeit so lärmig, dass einzelne Ereignisse kaum noch herausragen.
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