Drei-Länder-Justiztreffen
Tschechien gegen Böller

Spindlermühle. Tschechien will den Verkauf von gefährlichen Feuerwerkskörpern strenger regulieren. Justizminister Robert Pelikan kündigte eine entsprechende Initiative am Dienstag an. In Deutschland dürfen die meisten Böller nur an wenigen Tagen vor Silvester in den Geschäften angeboten werden. "Es ist eine Überlegung wert, einen ähnlichen Weg einzuschlagen", so Pelikan.

Das ist eines der Ergebnisse eines zweitägigen Austauschs von Justizvertretern aus Sachsen, Bayern, Polen und Tschechien im Riesengebirgsort Spindlermühle (Spindleruv Mlyn). Von illegalen Sprengkörper-Importen aus Tschechien geht nach Ansicht der sächsischen Justiz eine "erhebliche Bedrohung der Sicherheit" aus. Kriminelle nutzten sie bei Automatensprengungen oder Anschläge auf Flüchtlingsheime. Bei der jüngsten Razzia gegen rechte Gruppen in Freital wurden größere Mengen Pyrotechnik beschlagnahmt.

Ein weiteres Thema war der Kampf gegen die Droge Crystal. Große Teile der in Deutschland gehandelten Substanz stammen aus Tschechien. Prag und Dresden setzen sich für eine stärkere europaweite Reglementierung des Handels mit Crystal-Grundstoffen wie Chlorephedrin ein.
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