Duale Ausbildung
Lehrlinge verzweifelt gesucht

Berlin. Angesichts sinkender Azubi-Zahlen und einer nur sehr mäßigen Ausbildungsbereitschaft vieler Firmen wirbt die Bundesregierung nun verstärkt für die klassische betriebliche Lehre. Hintergrund sind einige besorgniserregende Trends des am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Berufsbildungsberichts.

Demnach sank die Zahl der neuen Ausbildungsverträge voriges Jahr im Vergleich zu 2014 erneut leicht auf gut 522 000 (Stichtag 30. September). Zugleich blieben viele Lehrstellen unbesetzt - mit rund 41 000 wurde hier der höchste Stand seit 1996 verzeichnet. Die Zahl unversorgter Bewerber ging aber lediglich leicht auf rund 20 700 zurück. Nur jede fünfte Firma bildet noch aus.

Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) will mit einer Info-Kampagne die gesellschaftliche Bedeutung von über 300 Lehrberufen verdeutlichen. Vor allem sollten junge Leute sehen, dass eine duale Ausbildung "vielfältige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten" biete. Besonders kleine und mittlere Betriebe hätten wachsende Probleme, Lehrstellen zu besetzen. "Nie waren die Chancen auf einen attraktiven Ausbildungsplatz und eine interessante Karriere so gut", so Wanka.
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