Durchbruch für neuen EU-Haushalt
Kurz notiert

Brüssel.(dpa) Nach wochenlangem Streit gibt es einen Durchbruch bei den Verhandlungen über den milliardenschweren Gemeinschaftshaushalt der EU. Für 2015 wurden Ausgaben von insgesamt 141,2 Milliarden Euro vereinbart, wie am Montag aus dem Europäischen Parlament verlautete. Der Kompromiss muss aber noch von den Mitgliedstaaten gebilligt werden. Das Parlament wollte deutlich mehr ausgeben, doch die EU-Staaten wollten ursprünglich nur rund 140 Milliarden bereitstellen.

Heftige Reaktion auf Merkel-Appell

Paris/Rom.(dpa) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit ihrem Reformaufruf an Frankreich und Italien teils heftige Irritationen in beiden Ländern ausgelöst. Reformen mache man für Frankreich, weil sie notwendig seien, "und nicht, um diesen oder jenen europäischen Lenker zu beglücken", sagte der Pariser Finanzminister Michel Sapin an die Adresse der Bundeskanzlerin gerichtet im einer Sendung von France 5. Er machte deutlich, dass ihre Äußerungen vor dem CDU-Parteitag seiner Meinung nach mehr nach innen gerichtet waren denn ans Ausland. Jeder müsse erst einmal sein eigenes Haus in Ordnung bringen, bevor er anderen Lektionen erteile, sagte der Staatssekretär beim italienischen Regierungschef Matteo Renzi, Graziano Delrio, in einem Fernsehinterview. Merkel hatte in einem Interview am Wochenende Italien und Frankreich zu stärkeren Reformen aufgefordert.

Papst: Geschiedenen "die Türen öffnen"

Rom/Buenos Aires.(dpa) Papst Franziskus hat für einen neuen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen in der katholischen Kirche geworben, Hoffnungen auf eine Zulassung zur Kommunion aber gedämpft. Dies sei "keine Lösung", sagte er in einem Interview der argentinischen Zeitung "La Nacion", das am Montag auch von der italienischen "La Repubblica" veröffentlicht wurde. "Die Lösung ist Integration", fügte er hinzu. "Man muss etwas die Türen öffnen." Widerstände gegen Reformansätze bezeichnete der Papst als eine "gesunde Offenlegung" unterschiedlicher Meinungen. "Die Widerstände sind jetzt offensichtlich, dies ist aber ein gutes Zeichen, dass die Meinungsverschiedenheiten nicht heimlich ausgesprochen werden."
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