Ehemalige Gefangene berichten von Scheinhinrichtungen und Waterboarding
IS-Miliz foltert ihre Geiseln

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll Geiseln auf brutale Weise misshandelt haben. Scheinexekutionen und Folter gehörten zum Repertoire der Dschihadisten, berichtete die "New York Times" am Sonntag. Die Zeitung beruft sich auf Interviews mit fünf ehemaligen Geiseln, die sich mit dem im August ermordeten US-Journalisten James Foley eine Zelle teilen mussten. Nach diesen Aussagen wurde Foley kopfüber an der Zellendecke aufgehängt. "Du konntest die Wunden an seinen Fußknöcheln sehen", sagte ein ehemaliger Gefangener aus Belgien. Auch mit Waterboarding, einer Foltertechnik, die einen Erstickungstod simuliert, seien die Geiseln gepeinigt worden.

Insgesamt befanden sich nach Recherchen der "New York Times" mindestens 23 westliche Geiseln aus zwölf Ländern in der Gewalt des IS. Dabei hätten "unterschiedliche Reisepässe unterschiedliche Schicksale bedeutet". Die meisten europäischen Geiseln seien frei gekommen, nachdem ihre Regierungen Lösegeld an die Dschihadisten gezahlt hätten. Amerikanische und britische Gefangene hingegen wurden getötet oder befinden sich noch in der Gewalt des IS. Zwischenzeitlich hätten sich bis zu 19 Inhaftierte einen rund 20 Quadratmeter großen Raum teilen müssen. Die täglichen Essensrationen hätten in eine Teetasse gepasst.
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