El Mundo
Pressestimmen

Zum 25. Jahrestag der deutschen Einheit schreibt die liberale spanische Zeitung aus Madrid:

Die deutsche Wiedervereinigung war weltweit einer der größten politischen Erfolge der letzten Jahrzehnte. Die Zusammenführung der BRD und der DDR war kein leichtes Unterfangen. Sie gelang dank großer Anstrengungen um Solidarität und Zusammenhalt. Die Wiedervereinigung diente als Inspiration und Antrieb zur Erweiterung der EU; denn sie zeigte, was man erreichen kann, wenn man Mauern überwindet. Bei den jüngsten, komplexen Herausforderungen der EU - wie dem Flüchtlingsdrama - muss man an diese Erfahrung erinnern. Der Aufbau des geeinten Europas stützt sich ebenso wie die deutsche Wiedervereinigung auf die Solidarität und Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Freie Presse

Die Zeitung aus Chemnitz befasst sich mit dem Luftangriff auf das Krankenhaus in Kundus:

Als die Nato-Staaten Ende 2014 die meisten Truppen vom Hindukusch abzogen, hatten viele Militärs gewarnt, der Abzug komme zu früh. In der Tat konnten die Taliban an mehreren Fronten in den vergangenen Monaten Gelände gewinnen. Aber eine Verlängerung des Kampfeinsatzes über Jahre wäre auch nicht die Lösung gewesen. In dieser Woche werden die Nato-Experten und Verteidigungsminister beraten, wie es weitergehen soll in Afghanistan. Mehr Hilfe für die einheimische, hoffnungslos überforderte Armee könnte beschlossen werden. Noch besser aber wäre endlich ein Konzept, das Afghanistan eine friedliche Zukunft bringen könnte. Aber es ist keines in Sicht. Das Land am Hindukusch wird uns noch viele Jahre beschäftigen.

Thüringer Allgemeine

Die Zeitung aus Erfurt merkt zum Luftangriff in Kundus an:

Der Tod von 22 Ärzten und Patienten in einem Krankenhaus in Kundus ist so entsetzlich wie sinnlos. Als hätte es eines weiteren Beweises dafür bedurft, dass der saubere Krieg eine Lebenslüge ist. Wo gebombt wird, sterben Unschuldige.
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