El País
Pressestimmen

Zur Abstimmung im Bundestag über die neue Griechenland-Hilfe schreibt die spanische Zeitung:

Die Debatte im Bundestag war mehr als ein gesetzgeberischer Routineakt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verteidigten die Griechenland-Hilfe energisch gegen Abtrünnige in den eigenen Reihen, obwohl sie von Mitgliedern der Athener Regierung heftig kritisiert worden waren. Sie taten dies zwar auch aus deutschem Interesse. Aber dank ihrer Haltung kann die Regierung von Alexis Tsipras die Zukunft des Landes nun in der Euro-Zone planen, was bis vor kurzem noch fraglich war. Die Abstimmung war alles andere als ein Spaziergang. Merkel musste sich einer Rebellion im eigenen Lager stellen. Sie opferte die Einheit ihrer Parteifreunde, um für Griechenland zu stimmen.

Die Rheinpfalz

Die Zeitung aus Ludwigshafen merkt zu Griechenland an:

Die Bundesregierung sollte dem Bürger endlich sagen, dass vorherige Politikansätze - keine Transferunion, keine Übernahme der Schulden anderer - bei gewissen Entwicklungen nicht zu halten sind. Stattdessen schleichen Merkel und Schäuble bei ihrer Politikdarstellung um Wahrheit und Klarheit herum wie der Kater um den heißen Brei.

Rhein-Zeitung

Die Zeitung aus Koblenz kommentiert die Abstimmung über die Griechenland-Hilfen:

Dies ist eine weitere Wette der breiten Bundestagsmehrheit auf eine bessere Zukunft in Griechenland. Zweifel, dass diese Wette aufgeht, sind zwar angebracht, denn Griechenland hat nach zwei Rettungsprogrammen und vielen Reformzusagen, die es nicht in die Tat umgesetzt hat, viel Vertrauen zerstört. Trotzdem ist diese schlechte Wette immer noch die bessere. Verglichen mit der einzigen Alternative, dem ungeordneten Staatsbankrott plus Euro-Austritt plus Euro-Turbulenzen, ist dies der richtige Weg.
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