El País
Pressestimmen

Zu den Forderungen Großbritanniens an die EU schreibt die spanische Zeitung aus Madrid:

Die Vorschläge, die Premierminister David Cameron als Bedingungen für den Verbleib Großbritanniens in der EU vorlegte, sind grundsätzlich nicht unerfüllbar. Sie dürfen aber auch nicht als ein Preis betrachtet werden, den die EU-Partner für die britische Teilnahme am europäischen Projekt unbedingt bezahlen müssen. London kann Brüssel nicht diktieren, nach welchen Regeln das vereinte Europa aufgebaut wird. Und die EU kann Großbritannien kein Projekt aufzwingen, das sich durch die Suche nach einem Konsens auszeichnet.

Politiken

Die Tageszeitung aus Kopenhagen meint zu den Reform-Forderungen von Cameron für einen Verbleib Großbritanniens in der EU:

Es wird wehtun, wenn die Briten am Ende mit Nein stimmen. In erster Linie natürlich ihnen selbst, aber auch uns anderen, die wir mit ansehen müssen, wie der Traum eines vereinten Europas zu einem entscheidenden Zeitpunkt in der Geschichte des Kontinents platzt. Dänemark muss sein Gewicht in die Schale werfen, um eine Lösung für die britischen Anforderungen zu finden. Das bedeutet nicht, dass Großbritannien Vorteile bekommt, die nicht für andere gelten. Wir müssen die Regeln so anordnen, dass sie uns allen noch viel mehr als heute gerecht werden.

Independent

Die britische Zeitung kommentiert zu Camerons Forderungen:

In der EU ist es üblich, nur das zu fordern, was erreicht werden kann. Nur so kann eine Demütigung vermieden werden. Diesen Eindruck erwecken auch die meisten Forderungen des Premiers. Sie sind recht bescheiden und bestätigen, was wir alle schon längst wissen: Cameron setzt die Stellung Großbritanniens in Europa aufs Spiel für eine Flickschusterei, die auf zusammengestrichene Sozialleistungen für Einwanderer hinauslaufen wird. Niemand außer den Euro-Skeptikern der konservativen Partei und der Ukip-Partei hat je ein Referendum über solch bescheidene Maßnahmen verlangt.
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