Elf Tote und 36 Verletzte bei Autobombenanschlag
Terror erschüttert Istanbul

Ein Polizist untersucht am Anschlagsort ein Autowrack. Am Dienstag erschütterte die Explosion einer Autobombe Istanbul. Bild: dpa

Istanbul. Beim dritten schweren Anschlag im Zentrum Istanbuls seit Jahresbeginn sind mindestens elf Menschen getötet worden. 36 Menschen wurden bei der Explosion einer Autobombe in der Altstadt der türkischen Metropole während des Berufsverkehrs verletzt, sagte Istanbuler Gouverneur Vasip Sahin.

Bei den Toten handele es sich um sieben Polizisten und vier Zivilisten. Die Autobombe sei am Dienstag ferngezündet worden, als ein Bus mit Polizisten vorbeigefahren sei. Der Anschlag erfolgte am zweiten Tag des Fastenmonats Ramadan. Zunächst bekannte sich niemand zur Tat. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, er gehe von baldigen Erkenntnissen der Ermittler zu den Hintermännern aus. Nach einem Besuch bei Verletzten kündigte er einen langen Kampf gegen den Terrorismus an. Wenige Stunden nach dem Anschlag nahm die Polizei vier Verdächtige fest.

Das Auswärtige Amt in Berlin riet Reisenden zu erhöhter Vorsicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich entsetzt über die Tat. "Da wo es um den Kampf gegen den Terrorismus geht, ist Deutschland an der Seite der Türkei." (Seite 4)
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