Empörung über Angriff auf Journalisten in Dresden
Prügel bei Pegida

Teilnehmer der Pegida-Bewegung am Montagabend vor der Semperoper in Dresden. Bild: dpa
Ein gewaltsamer Angriff auf zwei Journalisten bei einer Pegida-Demonstration in Dresden hat für Empörung gesorgt. "Dass rechte Demonstranten ungehindert Journalisten schlagen und treten, um dann in der Menge zu verschwinden, ist skandalös", sagte der Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen, Michael Rediske, am Dienstag. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) sprach von einer bedrohlichen Situation. Der Chefredakteur der "Dresdner Neuesten Nachrichten" (DNN), Dirk Birgel, forderte mehr Polizeipräsenz.

Am Montagabend waren zwei Reporter bei der Kundgebung der fremdenfeindlichen "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" von Unbekannten angegriffen worden. Ein Reporter der DNN bekam einen Faustschlag ins Gesicht, ein MDR-Mitarbeiter wurde getreten. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden im sächsischen Landtag, Dirk Panter, ist das Ziel der Attacken klar: "Sie sollen einschüchtern und Angst verbreiten." Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise hatte Pegida wieder mehr Zulauf gehabt. Am Montag liefen laut einer am Dienstag veröffentlichten Videoanalyse der Studentengruppe "Durchgezählt" bis zu 7500 Menschen bei der Demonstration mit.
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