Enger Laderaum, schwache Rampe: Ministerium stellt "Minderleistungen" fest
Airbus mit Mängelliste

Das Verteidigungsministerium hat eine Liste mit 16 Mängeln beim ersten Transportflugzeug A400M der Bundeswehr vorgelegt. Airbus hatte die Maschine im Dezember mit vier Jahren Verspätung ausgeliefert. Das Ministerium listet nun acht "permanente und temporäre Minderleistungen" auf, die "nennenswerte Fähigkeitseinbußen" nach sich ziehen können. Zudem finden sich in der Aufstellung 153 Mängel, die entweder als "unkritisch" oder irrelevant für den Anfangsflugbetrieb eingestuft werden. Eines der größten Probleme ist noch gar nicht berücksichtigt: das fehlende Schutzsystem für gefährliche Einsätze. Die Selbstschutzanlage soll erst 2016 fertig sein. Bis dann dürfte das Transportflugzeug kaum in Einsätzen wie in Afghanistan, im Irak oder in Mali eingesetzt werden können. Zu den "temporären Minderleistungen" gehören Einschränkungen beim Absetzen von Personal und Material, niedrige Temperaturen im hinteren Laderaum bei langen Transporten in großen Flughöhen sowie Einschränkungen beim Tiefflug und bei Landungen auf unbefestigten Pisten. Zu den "permanenten Minderleistungen" gehören die reduzierte Belastbarkeit der Laderampe (3 statt 4,5 Tonnen) und die geringere Laderaumhöhe (3,80 statt 3,85 Meter). Airbus-Chef Tom Enders hat sich für Pannen bei der Entwicklung entschuldigt. "Wir werden unsere Lehren daraus ziehen", sagte er am Mittwoch bei einer Rede in London, wie die "Financial Times" online berichtet. "Wir haben nicht die Leistung abgeliefert, die wir uns gewünscht haben, und ich muss mich dafür entschuldigen."
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