Entflohener Sexualstraftäter Christoph Janßen lässt sich in der Regensburger Wohnung seiner Mutter festnehmen
Entflohener Sexualstraftäter gefasst

Der entflohene Christoph Janßen sitzt jetzt wieder hier, in der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirksklinikum Regensburg. Archivbild: NT/AZ

Regensburg. (üd) Erfolgsmeldung am späten Dienstagabend: Die Polizei hat den entflohenen Sexualstraftäter Christoph Janßen gegen 21.15 Uhr gefasst. Der 40-jährige Insasse der Forensik in Regensburg war am 17. April bei einem begleiteten Ausflug geflohen – es war bereits seine dritte Flucht in rund 20 Jahren.

Laut Polizei bestand die Gefahr, dass er auf der Flucht weitere Straftaten verüben könnte. Janßen wurde offenbar im Kreis Cham aufgespürt. Wie Polizeisprecher Stefan Hartl am Mittwoch auf Anfrage erklärte, wurde der Mann in der Wohnung seiner Mutter festgenommen. Er habe keinen Widerstand geleistet. Janßen wurde noch am Dienstagabend zurück in die psychiatrische Einrichtung nach Regensburg gebracht.

Lockerungsstufe aufgehoben

Wie Kliniksprecherin Lissy Höller im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigte, ist Janßen wieder in der Forensik angekommen. Bis auf Weiteres sei seine Lockerungsstufe aufgehoben, das heißt, er wird betreute Ausflüge wie den, bei dem er zuletzt entkommen war, nicht mehr unternehmen dürfen. „Zu Arztbesuchen wird er in Hand- und Fußfesseln gebracht“, sagt Höller, „so schreibt es das Gesetz vor.“

Entlassung in weiter Ferne

Im Unterschied zu Häftlingen haben die Patienten der Forensik keine bestimmte Zeit „abzusitzen“ – über ihre Entlassung entscheidet ein Gremium, das ihre Therapiefortschritte zu beurteilen hat. Für Janßen dürfte der Zeitpunkt seiner Entlassung durch die neuerliche Flucht (Lockerungsmissbrach) in noch weitere Ferne gerückt sein.

Die Fahndung nach dem zusammen mit Janßen geflohenen Karl-Heinz Lippert (68) läuft weiter. Hinweise an jede Polizeidienststelle oder unter der Notrufnummer 110.
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