Entsetzen über Verhaftungswelle in der Türkei

Berlin/Ankara. Nach der Festnahme wichtiger Oppositionspolitiker in der Türkei hat die Bundesregierung die Vorgänge im Nato-Partnerland als "alarmierend" bezeichnet. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bestellte am Freitag den amtierenden türkischen Gesandten zum Gespräch ins Auswärtige Amt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini berief ein Treffen der EU-Botschafter in Ankara ein.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Festnahmen bestätigten "alle internationalen Befürchtungen". Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), sagte: "Schrittweise, aber konsequent und nach Plan folgt auf den Putschversuch in der Türkei der Staatsputsch mit der umfassenden Verfolgung jeder Art von Opposition."

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK rief zum Widerstand gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan auf. "Hier hören die Worte auf", so die Erklärung. "Heute ist der Tag, sich zu erheben gegen diejenigen, die die Existenz der Kurden auslöschen wollen."
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