Entwicklungshelferin im August in Kabul entführt
Deutsche wieder frei

Zwei Monate nach ihrer Entführung in Afghanistan ist eine deutsche Entwicklungshelferin wieder frei. "Wir sind sehr erleichtert und glücklich, dass unsere Mitarbeiterin wieder in Freiheit ist", teilte die GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner mit. Gesundheitlich gehe es der Mitarbeiterin "den Umständen entsprechend gut". Das Ende der Geiselnahme sei auch der Bundesregierung zu verdanken gewesen.

In Diplomaten-Kreisen hieß es, die GIZ-Mitarbeiterin sei am Samstagmittag in der afghanischen Hauptstadt Kabul freigekommen. Sie befinde sich inzwischen in der Obhut der deutschen Botschaft. Unter welchen Umständen ihre Geiselnahme endete, blieb zunächst unklar. Die Frau war am 17. August in Kabul auf offener Straße von zwei bewaffneten Männern aus ihrem Auto gerissen worden. Die Entführung ereignete sich im Stadtteil Kala-e-Fatullah, wo zahlreiche Entwicklungsorganisationen arbeiten und auch viele Ausländer leben. Ein Polizeisprecher sagte damals: "Die Frau wurde gekidnappt, als sie ihr Büro gerade verlassen wollte." Die GIZ ist die größte Entwicklungshilfsorganisation des Bundes. Nach ihren Angaben setzen sich in Afghanistan 180 deutsche und internationale sowie 1600 afghanische Mitarbeiter für die Entwicklung des Landes ein.
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