Entwicklungsminister Müller mahnt Weltgemeinschaft
Versprechen zu Syrien einhalten

Berlin. Nach der Syrien-Geberkonferenz hat Entwicklungsminister Gerd Müller die Weltgemeinschaft zur Einhaltung ihrer milliardenschweren Hilfszusagen aufgerufen. "Die Erwartungen an diese Geberkonferenz wurden übertroffen", sagte der CSU-Politiker in Berlin. Es gehe jetzt aber auch darum, die Versprechen einzulösen.

"Bei den vorausgegangen Konferenzen wurden nur etwa 50 Prozent der Zusagen eingehalten", sagte Müller. Das dürfe dieses Mal nicht passieren. Die Weltgemeinschaft hat bei der Geberkonferenz in London zugesagt, mehr als neun Milliarden Euro an internationale Hilfsorganisationen zu zahlen. 2,3 Milliarden kommen aus Deutschland.

Schwere Gefechte beim Vormarsch der Regimetruppen in Nordsyrien zwingen unterdessen Zehntausende Bewohner der Region um die Großstadt Aleppo zur Flucht in Richtung Türkei. Etwa 40 000 Flüchtlinge waren am Freitag nach Schätzungen von Menschenrechtlern auf dem Weg zur türkischen Grenze oder warteten dort auf Einlass.

Zum Syrien-Krisentreffen in der kommenden Woche in München werden voraussichtlich auch die Außenminister der beiden als Schlüsselländer geltenden Staaten Iran und Saudi-Arabien reisen. Es gebe aus beiden Hauptstädten entsprechende Signale, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Freitag am Rande eines EU-Ministertreffens.
Weitere Beiträge zu den Themen: Syrien (179)Gerd Müller (13)Milliardenhilfe (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.