Erdogan wettert: Öl als Grund für Kampf gegen IS

Den USA und ihrer Militärallianz gegen die Terrormiliz IS geht es nach Einschätzung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor allem ums Öl. Das Bündnis sei erst gegen die Dschihadisten im Irak und in Syrien vorgegangen, als sie Ölquellen bedroht hätten, sagte er laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Auf starken Druck der USA ermöglicht Erdogan allerdings, dass die kurdischen Verteidiger der syrischen Grenzstadt Kobane Verstärkung erhalten. Er erlaubte am Donnerstag, dass 200 Peschmerga-Kämpfer aus dem Nordirak durch die Türkei in die Kurdenenklave gelangen.

Die IS-Miliz, deren Zehntausende Kämpfer weite Landstriche Syriens und des Iraks beherrschen, begann eine Offensive auf Kobane, um der kurdischen Verstärkung zuvor zu kommen. Wie die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien berichtete, eroberten die Extremisten einen rund drei Kilometer langen Korridor von dem Hügel Tell Schair bis zur Stadtgrenze. Die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) halten nur noch den knapp drei Quadratkilometer großen Stadtkern. Erdogan warf den USA vor, mit dem Abwurf von Waffen für die PYD-Kämpfer in Kobane eine Terrororganisation zu unterstützen.
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