Ermittlungen gegen Mutter
Einjährigen in überhitztem Auto gelassen

Blaulicht Polizei

Amberg. Die Polizei hat am Montag ein einjähriges Kind aus einem überhitzten Auto auf einem Parkplatz gerettet. Gegen die Mutter des Kindes wird nun ermittelt. Das Jugendamt wird informiert.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde die Polizei um kurz nach 16 Uhr telefonisch verständigt. In einem in der prallen Sonne stehenden Auto auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes am Rammertshofer Weg sitze seit 20 Minuten ein schreiendes Kind. Vor Ort zeigte die 28-jährige Anruferin der Polizei den Sportwagen mit geschlossenen Türen und Fenstern. Im Kindersitz saß das Kind mit hochrotem Kopf, heißt es im Polizeibericht.

Mutter kündigt rechtliche Konsequenzen an

Die Polizeibeamten versuchten, den Fahrzeugführer in den umliegenden Geschäften zu finden - ohne Erfolg. Da die Polizei unverzüglich handeln musste, wurde zuerst die linke Seitenscheibe und dann die Heckscheibe des Autos eingeschlagen. "Dadurch konnte ausreichende Luftzirkulation im Fahrzeug hergestellt und der einjährige Bub entsprechend mit Frischluft versorgt werden", schreibt die Polizei. Kurz darauf kehrte die 40-jährige Mutter des Kindes zum Auto zurück. Im Polizeibericht heißt es, sie habe "sich mit der polizeilichen Maßnahme gar nicht einverstanden" gezeigt und rechtliche Konsequenzen angekündigt. Allerdings muss sie noch selbst mit diesen rechnen. Gegen die Frau wird laut Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, außerdem werde das Jugendamt über den Vorfall informiert. Dem Einjährigen gehe es nach Angaben der Polizei dank des beherzten Einschreitens der Polizei und der Anruferin gut. Er musste nicht in ärztliche Behandlung gebracht werden.
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