Ermittlungen zu tödlichen Schüssen kommen nicht voran
Ukraine gedenkt Opfern der Maidan-Aufstände vor zwei Jahren

Kiew. Überschattet von einer tiefen Regierungskrise hat die Ukraine der Opfer der blutigen Ausschreitungen auf dem Maidan in Kiew vor zwei Jahren gedacht. Präsident Petro Poroschenko stellte mit seiner Frau Marina am Samstag Kerzen an einer Gedenkstätte auf. Hunderte Menschen kamen im Laufe des Tages auf den zentralen Unabhängigkeitsplatz (Maidan). Viele trugen Uniform. Bei den schweren Protesten im Februar 2014, als der Aufstand gegen den damaligen Machthaber Viktor Janukowitsch seinen Höhepunkt erreichte, waren rund 100 Menschen getötet worden. Viele wurden von Scharfschützen erschossen. Vor allem am 20. Februar kamen damals zahlreiche Menschen um. Kritiker werfen der ukrainischen Führung vor, die Ermittlungen zu dieser Tragödie zu verschleppen. Poroschenko sagte bei einem Treffen mit Angehörigen der Opfer, es sei nicht hinnehmbar, dass die Untersuchungen nicht voran kämen. Eine geplante Justizreform sei für den Erfolg unabdingbar, betonte er. Die proeuropäische Koalition von Ministerpräsident Arseni Jazenjuk war am Donnerstag auseinandergebrochen. Am Sonntag forderten Demonstranten einen Machtwechsel im Land. Einige Protestierenden besetzten Teile eines Hotels am Maidan. Bild: dpa

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