Erneut Tote in der Ostukraine - Aufständische beklagen Hungersnot im Kriegsgebiet
Abzug der Geschütze stockt

Der vereinbarte Abzug schwerer Waffen von der Front im Kriegsgebiet Ostukraine kommt nicht voran. Die ukrainischen Regierungseinheiten schlossen vorerst einen Positionswechsel aus. Sie warfen den Aufständischen vor, die Feuerpause zu missachten, wie am Montag Armeesprecher Anatoli Stelmach sagte. Es seien erneut zwei Soldaten getötet und zehn verletzt worden, hieß es in Kiew.

Die prorussischen Separatisten wiesen die Vorwürfe zurück. Die "Volkswehr" reagiere nur auf Beschuss und "Provokationen" durch das Militär, sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin in Donezk. Für die Verzögerung des Waffenrückzugs der Aufständischen machte er "logistische Gründe" verantwortlich. Die Bundesregierung hält die Umsetzung des in Minsk vereinbarten Friedensplans für unzureichend. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin: "Es erfüllt uns mit Sorge, dass es noch keine umfassende Waffenruhe gibt." Es seien zwar auch positive Entwicklungen zu beobachten. Eine Feuerpause sei aber Voraussetzung für den vereinbarten Abzug schweren Geräts und die Überwachung durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Die Aufständischen kritisierten, die ukrainische Regierung setze ihre Wirtschaftsblockade der Region Donbass fort. Es gebe inzwischen große Probleme, die Menschen im Kriegsgebiet zu ernähren, sagte Denis Puschilin.
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