"Es ist der verdiente Lohn für eine Arbeit an der Demokratie, für ein Festhalten an der Idee, dass ein Volk, das eine Diktatur abgeschüttelt hat, etwas besseres verdient als eine neue Diktatur."
Reaktionen

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung

"Glückwünsche an das Quartett für den nationalen Dialog zum Nobelpreis. Nach einem Besuch in Tunesien im März verstehe und respektiere ich die Entscheidung."

Donald Tusk, EU-Ratspräsident

"Danke, dass Ihr Euch für den Schutz der Demokratie engagiert."

Malala Yousafzai, pakistanische Kinderrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin 2014

"Damit wird ein schönes Beispiel gegeben, auch gegen den Terrorismus."

François Hollande, französischer Staatspräsident

"Friedensnobelpreis für Tunesien: ein Vorbild und eine Hoffnung."

Laurent Fabius, französischer Außenminister

Kurz notiert Landtagswahl in Wien

Wien.(dpa) In Österreich steht die wichtigste Landtagswahl des Jahres bevor. In Wien sind an diesem Sonntag 1,3 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die Wahl ist zugleich ein Stimmungstest in Zeiten der Flüchtlingskrise. Der sozialdemokratische Amtsinhaber Michael Häupl (SPÖ) hat sich für einen offenen und toleranten Kurs gegenüber den Flüchtlingen ausgesprochen, Herausforderer Heinz-Christrian Strache von der rechten FPÖ kritisiert den großen Zuzug der Migranten scharf. In Umfragen liegt die SPÖ leicht vor der FPÖ. Derzeit wird Wien, der einzige Stadtstaat unter den neun Bundesländern, von einer rot-grünen Koalition regiert.

Löschen von Hassbotschaften

Luxemburg.(dpa) Die EU drängt soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter zum Löschen von Hassbotschaften im Internet. "Hasskommentare sind einfach nicht akzeptabel", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova am Freitag in Luxemburg. Sie habe mit den großen Anbietern eine Kooperation bei diesem Thema vereinbart. Bislang löscht Facebook zwar als pornografisch angesehene Inhalte, aber keine politischen Kommentare. Nach den Worten Jourovas ist es leichter, Fotos nackter Kinder zu entdecken. "Aber die Definition von Hassbotschaften, die entfernt werden müssen, ist schwieriger", sagte die EU-Kommissarin.

IS rückt in Nordsyrien vor

Aleppo/Washington.(dpa) Die Terrormiliz IS hat im Norden Syriens laut Aktivisten einen der größten Geländegewinne seit Monaten erzielt. Die Extremisten hätten nördlich der Stadt Aleppo mehrere von Rebellen kontrollierte Orte eingenommen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. Unterdessen vollziehen die USA im Kampf gegen IS in Syrien einen Strategiewechsel. Das Programm für Training und Ausbildung gemäßigter syrischer Rebellen wird ausgesetzt. Stattdessen unterstützt Washington nun vor Ort Einheiten mit Waffen, Ausrüstung und auch aus der Luft.
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